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Theater & Lesung

Tadellöser & Wolff

Dienstag,
26.01.2021

Einlass: 18:30 Uhr
Beginn: 19:30 Uhr

ab 23€

Im Roman „Tadellöser & Wolff“ verarbeitet Kempowski Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend während der Jahre 1938 bis 1945. Walter Kempowski, Jahrgang 1929, schildert in seinem Roman die Geschichte seiner eigenen Familie im Zweiten Weltkrieg. In Konfrontation privater Idylle mit der politischen Realität wirft der Roman Fragen nach dem Verhalten des Bürgertums in Zeiten von Krieg und Diktatur auf. Er dokumentiert das Versagen einer ganzen sozialen Schicht, die der existenziellen Bedrohung nichts entgegenzusetzen weiß.

Der zweite Teil der Kempowski-Saga „Tadellöser und Wolff“ spielt ausschließlich während des Zweiten Weltkriegs. Das Stück beginnt, exakt wie das vorige endete, mit einem wunderbar mehrstimmig gesungenen „Kein schöner Land“. Überhaupt wird das Ensemble auch in diesem Teil sehr schöne mehrstimmige Gesangseinlagen bringen.

„Tadellöser & Wolff“ sagte Walter Kempowskis Vater oft dann, wenn er etwas gut fand, ebenso wie er bei verdrießlichen Anlässen „Miesnitzdörfer & Jenssen“ sagte. Und als „Miesnitzdörfer“ lässt sich in der Zeit von 1938 bis 1945 wahrhaftig vieles bezeichnen. Eine Zeit lang geht es den Kempowskis gut in diesen ereignisreichen Jahren – bis ihre gemütliche Gedankenlosigkeit von der gesellschafts-politischen Katastrophe eingeholt wird. Exemplarisch beschreibt Kempowski den Niedergang des deutschen Bürgertums anhand seiner eigenen Familiengeschichte.

Walter Kempowski (1929 bis 2001) wurde als Schriftsteller stark biographisch geprägter Romane bekannt. Er wurde als Sohn des Reeders und Schiffsmakler Karl Georg Kempowski geboren, besuchte ab 1935 die Knabenschule und wechselte 1939 auf das Realgymnasium, wo erste literarische Versuche entstanden. 1944 wurde Kempowski in der Hitlerjugend, wo er als langhaariger „Swingheini“ den Unmut seiner Vorgesetzten erregt hatte, in eine Strafeinheit versetzt. Anfang 1945 wurde er, als Fünfzehnjähriger, noch als Luftwaffenhelfer dienstverpflichtet. Sein Vater fiel am 26. April 1945. Im Folgejahr musste Walter Kempowski die Schule verlassen. Nach verschiedenen Tätigkeiten als Laufbursche trat er bei einer Rostocker Druckerei eine Kaufmannslehre an.

 

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